Pflegeleitfaden

1. Einleitung

Die vorliegende Empfehlung soll dem Gartenbesitzer einen allgemeinen Einblick in die Rasenpflege verschaffen, daher soll diese Unterlage nicht als Ausführungsverzeichnis verstanden werden, sondern als einen Einblick in die Notwendigkeit der Pflege. Eine komplette Darstellung der Pflege bezüglich der Erhaltung für extensivgepflegter (geringer Aufwand) und intensiv gepflegter (hoher Aufwand) Rasen würde den Umfang dieser Abhandlung sprengen und zu sehr ins Detail gehen.
Zur Durchführung von Pflegemassnahmen und Schadbildbestimmung sollten sie trotz dieser Einführung in die Rasenpflege einen Fachmann des Garten- u. Landschaftsbau zu Rate ziehen.

Sollten Sie Fragen zur Pflege haben, so wenden Sie sich an uns, wir beraten sie gern.

1.2 Pflegemassnahmen

im privaten- und öffentlichen Grün
Die oben angedeuteten Maßnahmen bestehen aus Einzelleistungen, die je nach Zustand des Rasens am Anfang der Pflege intensiv und später, wenn ein optimaler Vegetationszustand erreicht worden ist, extensiv durchgeführt werden können. Die Zeitabstände der einzelnen Pflegeleistungen variieren ebenfalls nach Zustand und Maßnahme.
Die im nächsten Kapitel angesprochenen Leistungen wie Vertikutieren, Aerifizieren, Düngen, Wässern und Mähen, sind allgemeine Arbeitsgänge, die zur extensiven und intensiven Pflege gehören können.
Die Pflegemaßnahmen bei Vegetationsflächen sind in der DIN 18919 festgehalten und für jeder Art von Leistung in der Pflege für einen Fachbetrieb des Garten- u. Landschaftsbaus bindend.

1.1 Warum sollte Rasen gepflegt werden ?

1.1 Warum sollte Rasen gepflegt werden ?
In unseren städtischen Ballungsgebieten finden wir viele Bereiche die als Grünanlagen ausgebildet worden sind und zum überwiegenden Teil aus Rasenflächen bestehen.
Damit die Rasenflächen in einem optimalen Zustand erhalten bleiben, d. h., dass der Boden gut durchlüftet, die Wasser- und Nährstoffversorgung sichergestellt wird, bedarf es einer Reihe von Maßnahmen, die stark von den Anforderungen des Rasens abhängen.
Diese Maßnahmen beinhalten die intensive Pflege von Sport- und Repräsentationsflächen bis zu extensiven Maßnahmen in Flächen der öffentlichen Grünanlagen.
Die Rasenflächen in Privatgärten können je nach Zustand, Beanspruchung und Anspruch eines Einzelnen, intensiv als auch extensiv gepflegt werden, wobei die oben genannten Anforderungen an den Boden grundsätzlich gewährleistet sein sollten.

2.+2.1 Pflegehinweise bei vorhandenen Rasenfläche

2. Pflegehinweise bei vorhandenen Rasenflächen
2.1 Vertikutieren
(Senkrechtschneiden, können Sie bei und mieten)
Diese Art der Massnahme kommt in der Pflege oft zu kurz, die Folge ist eine zu dichte Grasnarbe, Bildung von Moos und nicht erwünschten Dauerunkräutern und schließlich eine mangelnde Luft-, Wasser- und Nährstoffversorgung.
Zu beachten ist jedoch, dass diese Art der Maßnahme eine „regenerative“ Wirkung hat und nur bei Bedarf durchgeführt werden sollte (im Abstand von mehreren Jahren). Die Beurteilung eines Fachmannes ist ratsam.
Was passiert beim Vertikutieren ?
Die an einer Walze befestigten senkrechten Messer rotieren mit hoher Geschwindigkeit und zerschneiden dabei die oberste Grasnarbe und vor allem den Rasenfilz. Die hierbei zerschnittenen Rasenwurzeln werden zu neuen Wachstum angeregt. Außerdem wird das Unkraut dezimiert.
Bevor jedoch mit dem Vertikutieren begonnen werden kann, muss der Rasen gemäht und das Mähgut entfernt werden.
Ist der Schneidevorgang beendet, ist das herausgeschnittene Material zusammenzuharken und zu entfernen (meistens ist dies eine größere Menge).
Anschließend sollte der Rasen abgesandet und gedüngt und bei Bedarf gewässert
(siehe Titel 2.3, 2.4, 2.5) werden.

Nun sollte die Rasenfläche einige Zeit Ruhe haben, in dieser Zeit sollte der Rasen möglichst nicht betreten werden, bis sich die Grasnarbe wieder weitgehend geschlossen hat.

2.1 Vertikutieren

(Senkrechtschneiden, können Sie bei und mieten)
Diese Art der Massnahme kommt in der Pflege oft zu kurz, die Folge ist eine zu dichte Grasnarbe, Bildung von Moos und nicht erwünschten Dauerunkräutern und schließlich eine mangelnde Luft-, Wasser- und Nährstoffversorgung.
Zu beachten ist jedoch, dass diese Art der Maßnahme eine „regenerative“ Wirkung hat und nur bei Bedarf durchgeführt werden sollte (im Abstand von mehreren Jahren). Die Beurteilung eines Fachmannes ist ratsam.
Was passiert beim Vertikutieren ?
Die an einer Walze befestigten senkrechten Messer rotieren mit hoher Geschwindigkeit und zerschneiden dabei die oberste Grasnarbe und vor allem den Rasenfilz. Die hierbei zerschnittenen Rasenwurzeln werden zu neuen Wachstum angeregt. Außerdem wird das Unkraut dezimiert.
Bevor jedoch mit dem Vertikutieren begonnen werden kann, muss der Rasen gemäht und das Mähgut entfernt werden.
Ist der Schneidevorgang beendet, ist das herausgeschnittene Material zusammenzuharken und zu entfernen (meistens ist dies eine größere Menge).
Anschließend sollte der Rasen abgesandet und gedüngt und bei Bedarf gewässert
(siehe Titel 2.3, 2.4, 2.5) werden.

Nun sollte die Rasenfläche einige Zeit Ruhe haben, in dieser Zeit sollte der Rasen möglichst nicht betreten werden, bis sich die Grasnarbe wieder weitgehend geschlossen h

2.2 Aerifizieren (Belüften)

2.2 Aerifizieren (Belüften)

Das Belüften der Rasenfläche wird bei stark beanspruchten und verdichteten Flächen durchgeführt (z. B. Bolzplätze, Liegewiesen oder Spielrasen). Es werden mit einer Stachelwalze Löcher in den Rasen gestochen und anschließend mit Sand verfüllt. Dabei wird die oberste Bodenschicht wieder luft- und wasserdurchläßig. Der Sand wird vor dem Walzen auf der Rasenfläche gleichmäßig verteilt (1/2 cm hoch, gewaschener Sand). Diese Pflegemaßnahme sollte je nach Beanspruchung ca. ein bis vier mal pro Jahr durchgeführt werden.

2.3 Absanden


Wie bei den beiden vorangegangenen Maßnahmen beschrieben, ist das Absanden die einzige Möglichkeit nachträglich die erzielten Eigenschaften aufrecht zu erhalten.
Durch den aufgebrachten Sand wird nicht nur eine bessere Bodendurchlüftung und Wasserdurchlässigkeit gewährleistet, sondern auch die Trittfestigkeit erhöht.
Das Absanden sollte am besten im Frühjahr getätigt werden, oder zu einem Zeitpunkt, indem das Gras wieder durch den Sand durchwachsen kann.

2.4 Düngen

Warum sollte der Rasen gedüngt werden?
Wird das Schnittgut nach dem Mähen entfernt, werden dem Boden somit Nährstoffe entzogen, dieser Verlust muss wieder „nachgefüllt“ werden. Selbst wenn das Schnittgut liegengelassen wird, tritt ein Stickstoffverlust ein (Skirde u. Kern, 1971). Durch eine ausgewogene Nährstoffversorgung bleibt das Gras konkurrenzfähig gegenüber nicht erwünschten Wildgräsern (Unkraut).
Viele Rasenunkräuter sind nur deshalb so beständig, weil sie einen Niederwuchs aufweisen, durch die Düngung werden auch sie zum Wachstum angeregt und können bei der nächsten Maht mit abgeschnitten werden (Lichtkonkurrenz); dass Unkraut wird geschwächt, da es eine häufige Maht (Verlust der Grünmasse) nicht verträgt.
Wann wird gedüngt?
Der Rasen wird je nach Örtlichkeit und Nutzen unterschiedlich beansprucht. Die Häufigkeit des Düngens hängt davon ab, wie intensiv die Fläche benutzt wird. Unterliegt der Rasen keinen hohen Anforderungen, sollte er auch nicht oft gedüngt werden, da er sonst auch oft gemäht werden müsste.
Zeitpunkt der Düngung.
Als besonders wirkungsvoll hat sich eine Düngung im Herbst erwiesen.
Begründung: Der Rasen bleibt dadurch auch im Winter grün, während er sich in dieser Zeit sonst gelb - braun verfärbt. Außerdem wird das Wachstum angeregt, denn die Gräser wachsen auch bei relativ niedrigen Temperaturen (Keimung ab 5°C, Wuchs ab 2°C).
In schneesicheren Gegenden sollte auf diese Düngung verzichtet werden, siehe Kapitel 3
- Rasenkrankheiten -.
Die Herbstdüngung erfolgt im Oktober oder Anfang November.
Stickstoffgaben in Höhe von 5 g / m2; in relativ rasch wirkender Form zu einem Zeitpunkt ausgebracht, wenn kaum noch oberirdisches Wachstum erfolgt, haben sich bewährt. Herbizidhaltige Düngemittel sind in der Zeit von Mai bis August in taufeuchte Bestände zu verabreichen.
Eine erste Düngung im neuen Jahr sollten nach dem ersten kräftigen Wuchs Ende Mai, Anfang Juni erfolgen. Ausnahme: Magere Flächen – ohne Herbstdüngung – düngt man schon im April, damit das Wachstum in Schwung kommt. Dies gilt auch für stark belastete Flächen.
Faustregel: - wird nur einmal im Jahr gedüngt, dann im Oktober.

- wird zweimal im Jahr gedüngt, dann im Oktober und Juni.

Düngerwahl

Die Auswahl, Art, Anwendung und Ausbringung des Düngers sollte in der Regel einem Fachmann obliegen.

2.5 Wässern

2.5 Wässern

Jede Pflanze benötigt Wasser und das unterschiedlich viel. Der pflanzenverfügbare Wasservorrat im Boden ist abhängig von der Bodenart. Lehmiger Boden kann mehr Wasser speichern als Sandboden, so kann der Rasen im Sommer auf dem einem Boden schneller braun werden, als auf dem anderen. Ist ein Boden für längere Zeit trocken, kann sich sogar die Artenzusammen- setzung verändern. Auch der Vorschub der Verunkrautung kann gefördert werden. Diese Tatsache soll nicht heissen, dass ein trockener Rasen nun gewässert werden muss, denn durch zu viel Wässern verwöhnt man die Pflanzenwurzeln und es wird das Tiefenwachstum gehemmt. Dies hat zur Folge, dass das tiefergelegene Sicker- und Haftwasser für Pflanzen nicht mehr verfügbar ist und eine Regeneration nach einer Trockenzeit schlecht oder gar nicht mehr vorkommt.
Ist jedoch eine Bewässerung gewünscht, sollten mindestens 20 l / m2; und Woche ausgebracht werden, damit eine Durchfeuchtung des Boden gewährleistet ist.
2.6 Mähen
Ein Rasen bleibt nur Rasen, wenn er regelmäßig gemäht wird. Ist dies nicht der Fall, wird die Grasnarbe offener (geringere Belastbarkeit), eine Veränderung der Artenzusammensetzung erfolgt, eine Kräuterwiese kann entstehen.
Die Häufigkeit des Mähens hängt von der geplanten Benutzung der Fläche ab. Beim regelmäßigen Mähen kann die Maat liegen bleiben und dient auf diese Weise als Dünger. Wird jedoch selten gemäht, bleiben viele Grasklumpen liegen, die abgeharkt werden müssen. Geschieht dies nicht, so können Rasenkrankheiten auftreten. Daher ist ein häufigeres Mähen zu empfehlen.

Rasentyp Schnittzeitpunkt bei maximaler Wuchshöhe Schnitthöhe auf minimaler


3. Krankheiten und Schädlinge

Auf Gebrauchsrasen treten im allgemeinen wenig oder kaum Krankheiten auf.
Dagegen kommt es auf intensiv genutzten Sportrasen häufiger zu Schädigungen. Dies liegt wohl zum einen daran, dass es durch die Strapazierung zur Ausbildung von Monokulturen kommt, und zum andern daran, dass die sandreichen Substrate wenig Bodenlebewesen.
(Pilze und Bakterien) haben, die eine natürliche Abwehr darstellen würden.

3.1 Rasenkrankheiten

und vorbeugende Massnahmen
Rasenkrankheiten treten in der Regel bei Nährstoffunterversorgung, Stickstoffüberdosierung, starker Filzbildung infolge des unzureichenden Bodenbakterienlebens und zu wenig Wasser auf.
Eine gesunde und dauerhafte Rasenentwicklung ist nur bei ausgewogener Nährstoffversorgung und einem pH-Wert zwischen 6 und 7 (neutral) möglich.
Pilzkrankheiten treten auf, wenn die Pflanzenassimilation (Atmung und somit Stoffaufnahme) nicht mehr voll funktionsfähig ist. Das gilt auch für den Wurzel- und Wachstumsbereich. Hier muss für ausreichend Luft- und Sauerstoffzufuhr gesorgt und mit den entsprechenden Massnahmen (Aerifizieren, Vertikutieren) gearbeitet werden.
Symptomatische Anzeiger für Bodenverdichtungen sind: Blattfleckenkrankheiten
(Helminthosporium vagans), Rotspitzigkeit (Corticium fuciforme) und auch Rostkrankheiten, wenn zu dieser Bodenverdichtung noch feuchtwarme oder auch trockene Witterung hinzukommt.
Schneeschimmel (Fusarium nivale), vornehmlich auf Lolium perenne-Gräsern (Deutsches Weidelgras) , tritt im Spätsommer bei hoher Luftfeuchtigkeit und einer Überversorgung an Stickstoff am häufigsten auf. Das gilt auch für das Erscheinungsbild im Frühjahr, wenn im
Spätherbst hohe Stickstoffgaben einen möglichen Vegetationsverlauf bis November begleiten.
Krankheitsbild: Es erscheinen kreisrunde Flächen (D= ca. 30 cm), die gelblich – braune Flecken aufweisen. Bei genauer Betrachtung sind flaumige weisse oder rötliche Auflagen sichtbar, die bei Feuchtigkeit zu einem Pilzmyzel zusammenwachsen. Im Bereich der Fleckenbildung stirbt der Rasen meist ab, und diese Flächen werden dann von Unkraut besiedelt.

Hexenringe sind auch Ursache schlechter Bodenstruktur und Oberflächenverdichtung, wobei der Pilzmyzel einige cm im Boden liegt.
Krankheitsbild: Kreisförmig angeordneter Hutpilz, die den Sommer über bis in den Herbst hinein auftreten. Auch wenn die Pilze nicht sichtbar sind, ist doch der Ring deutlich dunkler gefärbt zu sehen.
Neben dem notwendigen Einsatz der geeigneten Bekämpfungsmittel muss auch an die Beseitigung der Ursache gedacht werden !.

3.2 Rasenschädlinge


Rasenschädlinge kommen nur vereinzelt vor und sind in der Regel witterungsunabhängige
Engerlinge / Larven der Wiesenschnarke / Drahtwürmer.
Krankheitsbild: Auf zunächst kleineren, später grösseren Flächen welken die Gräser, werden gelb und sterben schliesslich ab. Die Ursache Wurzelfrass.
Maulwurf / Wühlmaus
Schadbild: Die bekannten Maulwurfshügel oder aufgeworfene Gänge
Regenwürmer
Diese an sich nützlichen Tiere stören vor allem auf Sportrasen und Liegewiesen.
Schadbild: Der Wurmkot, kleine Erdhäufchen, die auf dem Rasen herumliegen.
Normalerweise sind Regenwürmer gern gesehene Erdbewohner, da sie den Boden auflockern, und somit Sauerstoff und Wasser in den Boden gelangen kann.

4. Zusammenfassung

Ziel dieser Abhandlung war es, dem Leser einen Einblick in die allgemeine Rasenpflege zu geben und Ihm die Notwendigkeiten und Konsequenzen aufzuzeigen. Die angesprochenen Fragen und Hinweise lassen sich in folgende Punkte zusammenfassen:
Um einen Rasen in einem optimalen Zustand zu erhalten, sind die erwähnten
mechanischen Maßnahmen, je nach Zustand und Beanspruchung, unvermeidlich. Der Pflegeaufwand erscheint dem privaten Gartenbesitzer relativ hoch. Jedoch sollte ein gepflegter Rasen, der in seiner Bodenstruktur, in seiner Vegetation und optischen Eindruck gesund erscheinen soll, die Pflegemassnahmen rechtfertigen, damit Sie noch viel Freude an Ihrem Rasen haben.
Die Rasendüngung ist auf das angestrebte Ziel hin zu organisieren, wobei die Funktion des Rasens Einfluss auf die Pflegemassnahmen hat. In winteroffenen Lagen kommt der Stickstoffspätdüngung Bedeutung zu, um die Winterfarbe zu verbessern, die Narbendichte zu erhöhen, die Wurzelbildung zu fördern und den Termin der Frühjahrsgabe hinauszuschieben.

2.6 Mähen

Mähen
Gebrauchsrasen 6 cm 10 cm 3 cm
Spielrasen 6 cm 10 cm 3 cm
Parkplatzrasen 6 cm 12 cm 4 cm

Je kürzer ein Rasen geschnitten wird, desto anfälliger ist er gegen Trockenheit, daher sollte in den Sommermonaten darauf geachtet werden, dass bei länger anhaltender Trockenheit der Rasen nicht unter 6 cm zurückgeschnitten wird.
Die Rasentypen werden unterschiedlich oft geschnitten, es ergeben sich beim Sport- und Zierrasen 25 – 30 Schnitte, gut gepflegte Gebrauchsrasen 14 – 16 Schnitte.
Rasenflächen in denen Blumenzwiebel gepflanzt wurden, sollten nicht vor Anfang Juni das erste mal geschnitten werden, damit die Pflanze Kraft für das nächste Jahr über das Blatt sammeln kann. Der Rasen sollte nun kurz gehalten werden, damit sich die Grasnarbe wieder schließt.

Die Mähsaison beginnt im März / April, je nach Witterung, und endet im November. Beim letzten Schnitt sollte der Rasen kurz geschnitten werden, das Mähgut und das Laub wird dabei entfernt, damit keine Feuchtigkeitsflecken entstehen, die Rasenkrankheiten hervorrufen könnten.
Bei einem trockenen, sonnigen Herbsttag kann man dem Rasen noch einmal etwas Gutes tun, in dem das trockene Laub, welches locker auf dem schon kurzen, abgerechten Rasen liegt, einmal übermäht. Diese kleinen Blattschnipsel, die beim mähen entstehen, werden von den Regenwürmern dankend angenommen; eine natürliche Düngung ist erfolgt (s.Pkt.3.2).

Rosen-Rost

Gesunde Rosen: Gerade in den Frühsommerwochen sind die Rosen durch eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen bedroht. Wir sagen Ihnen welche das sind und wie Sie erfolgreich entgegenwirken können

Rosen-Rost

Bereits ab dem Blattaustrieb im Frühjahr bilden sich orangefarbene, stecknadelkopfgroße Sporenlager auf der Blattunterseite.
Der Befall tritt insbesondere bei schweren Lehmböden auf.

1. Vorbeugend:
- richtigen Standort wählen, Boden durch Sand oder Lavagranulat lockern
- wüchsige und gesunde Rosen wählen bzw kaufen
- infizierte Triebe ausschneiden und aus dem Garten bringen
- bei hohem Infektionsrisiko eventuell vorbeugend spritzen
2. Direkte Bekämpfung:
- bei Befallsbeginn Spritzen mit Präparaten, wie Rosenspritzmittel Baycor,
Saprol-Neu oder Dithane Ultra. Dabei auch die Blattunterseiten gut benetzen!

Rosen-Sternrußtau

Rosen-Sternrußtau

Auf der Blattoberfläche bilden sich zahlreiche violettbraune bis schwarze, sternförmige Flecke. Die Blätter werden gelb und fallen ab. Die Rosen werden insgesamt geschwächt.

1. Vorbeugend:
- richtigen Standort wählen und nicht zu eng pflanzen
- wüchsige und gesunde Rosen wählen bzw kaufen
- abgefallenes Rosenlaub peinlichst aufsammeln und vernichten
- bei hohem Infektionsrisiko vorbeugend mit Pflanzenstärkungsmitteln, wie
Neudo-Vital oder Ackerschachtelhalmbrühe, spritzen
- auf gute Kalium-Versorgung der Pflanzen achten
2. Direkte Bekämpfung:
- bei Befallsbeginn Spritzen mit Präparaten, wie Rosenspritzmittel Baymat oder
Saprol-Neu

Rosen Meltau

Rosen-Mehltau, Echter

Der Pilz tritt hauptsächlich im Spätsommer/herbst auf, wenn sich bei großen Temperaturschwankungen Kondenswasser auf den Blättern bildet. Zu dichter Stand fördert den Pilz. Es bildet sich blattunterseits ein weißgrauer Schimmelrasen - auf der Blattoberseite sind dunkel-verwaschene Flecken sichtbar.

1. Vorbeugend:
- richtigen Standort wählen und nicht zu eng pflanzen
- wüchsige und gesunde Rosen wählen bzw kaufen
- infizierte Triebe ausschneiden und aus dem Garten bringen
- bei hohem Infektionsrisiko eventuell vorbeugend spritzen
2. Direkte Bekämpfung:
- bei Befallsbeginn Spritzen mit Präparaten, wie Rosenspritzmittel Baycor, Saprol oder Polyram WG. Dabei auch die Blattunterseiten gut benetzen!

Rosen Blatlaus

Rosen-Blattlaus

Grüne Blattläuse befallen bevorzugt junge, noch weiche Triebe, die sie leicht anstechen und aussaugen können. Bei trocken-warmer Witterung ab April-Mai vermehren sich die Läuse massenhaft.

1. Vorbeugend:
- übertriebene Düngung (vor allem Stickstoff) leistet mastig-weichen Pflanzenzellen
Vorschub und fördert dadurch einen Blattlaus-Befall
- Wassermangel erhöht ebenfalls die Stickstoff-Konzentration und ist daher zu
vermeiden
2. Direkte Bekämpfung:
- heute stehen eine ganze Reihe hocheffektiver, jedoch zugleich
nützlingsschonender Mittel zur Verfügung, u.a. Neudosan,Neem , Spruzit
- besonders anwenderfreundlich und bei nur geringer Anzahl befallener Rosen
empfehlenswert ist das Rosenpflaster.

Rosen-Spinnmilbe

Rosen-Spinnmilbe

Die "Rote Spinne" ist winzig klein. Sie sitzt auf der Blattunterseite und ist für den Laien oft nicht erkennbar. Aufmerksam wird der Rosenbesitzer oft erst durch das erkennbare Schadbild: die Blätter färben sich unregelmäßig braun-gelb und fallen ab. Gleichzeitig bilden sich spinnwebenartige Netze. Ab Mai tritt die Spinnmilbe bei trocken-heißer Witterung massenhaft auf.

1. Vorbeugend:
- extrem trocken-heiße Standorte, z.B. vor Südmauern, meiden
2. Direkte Bekämpfung:
- die Bekämpfung gestaltet sich mitunter schwierig und oft erfolglos, zumal der
Schädling oft erst zu spät erkannt wird
- Spritzen Sie sofort mit mehreren Wiederholungen mit Naturen, Neudosan, Spruzit, Kiron
oder Roxion.

Rosen-Blattrollwespe

Rosen-Blattrollwespe

Typisch für einen Befall sind die eingerollten Blätter ab April-Mai.

1. Vorbeugend:
- es sind keine konkreten vorbeugenden Maßnahmen bekannt - kontrollieren Sie
die Rosenblätter im Frühjahr regelmäßig
2. Direkte Bekämpfung:
- spritzen Sie bei Befall sofort mit einem systemischen Insektizid wie Marshal 25EC.

Rosen-Zikade

Rosen-Zikade

Da die Rosenzikade mit Vorliebe in Mauerritzen überwintert, tritt sie überwiegend an Kletterrosen auf. Die Oberseite der Blätter ist weiß gesprenkelt. Auf der Blattunterseite findet man grün-weiße, sich hüpfend fortbewegende, Insekten.

1. Vorbeugend:
- trocken-heiße Mauerstandorte meiden
2. Direkte Bekämpfung:
- bei Befallsbeginn Spritzen mit Präparaten, wie Neudosan, Naturen oder Spruzit.